Livio von Starkey Hörgeräte sind eine neue Art der Hörgeräte. Diese sollen online ohne Rezept zu erhalten sein und Personen mit Schwerhörigkeit unterstützen. Diese Kategorie soll eine alternative Verstärkung für Erwachsene bieten, die unter leichtem bis mittelschweren Hörverlust leiden und sich kein herkömmliches Hörgerät leisten können. Für Personen, die gerne auf die Kosten achten, klingt dieses Angebot wahrscheinlich verlockend. Dennoch lässt sich derzeit noch nicht sagen, wie diese Geräte arbeiten werden. 

 

Wann soll es diese neuen Geräte geben? Eigentlich existieren diese noch nicht. Vor drei Jahren hat der ehemalige US-Präsident Trump den „Over-the Counter- Hearing Aid Act“ unterzeichnet. Dieser erlaubt, dass Hörgeräte ohne Rezept gekauft werden können. 

 

Das Gesetz hatte bis August 2020 allerdings Zeit, Vorschriften für die neue Form der Hörgeräte zu verfassen. Die FDA muss nämlich zuerst die vorläufigen Richtlinien veröffentlichen und Kommentare von möglichen Verbrauchern, Anbietern und Herstellern einholen. Erst nachdem diese geprüft wurden, kann die FDA endgültige Richtlinien für OTC-Geräte veröffentlichen. 

 

Wann die Geräte verfügbar sind, wird also davon abhängen, wie viel Zeit benötigt wird, um endgültige Richtlinien zu entwerfen. Ein Kommentar von Dr. Gottlieb, der bis vor kurzem Leiter der FDA war, besagte, dass sich diese Phase bis Anfang 2021 hinziehen kann. 

 

Die Umsetzung beinhalte vor allem Probleme. Derzeit lässt sich nur schwer sagen, welche Auswirkungen solche Geräte auf den Hörgerätemarkt haben. Vor allem da es sich dann um nicht regulierte Anbieter handeln wird. Deshalb wird sich die Kommentarphase wahrscheinlich länger hinziehen und die freiverkäuflichen Hörgeräte lassen auf sich warten. 

 

Was lässt sich über die neuen frei verkäuflichen Hörgeräte sagen?

Derzeit gibt es noch wenig Informationen zu den neuen OTC-Geräten. Bisherige Informationen stammen von dem durch die FDA verfassten Akt. Detaillierte Informationen werden wahrscheinlich erst bei Veröffentlichung der Richtlinien publiziert.

 

Das wissen wir über die freiverkäuflichen Hörgeräte derzeit: 

 

OTC-Hörgeräte werden dieselbe Technologie wie herkömmliche Hörgeräte verwenden und rezeptfrei erhältlich sein, ohne die Aufsicht, Verschreibung oder andere Anordnung, 

Sie werden nur für Erwachsene erhältlich sein und sollen eine adäquate Verstärkung für leichte bis mittelschwere Hörverluste bieten. 

 

Der Nutzer kann seine OTC-Hörgeräte selbst steuern und nach seinen Wünschen anpassen und die Geräte können Selbsteinschätzungstests beinhalten. OTC-Hörgeräte werden wie herkömmliche Geräte auch drahtlose Technologien enthalten und sollen dafür sorgen einen besseren Zugang zu Hörgeräten ermöglichen.  

 

Die Entwicklung von neuer selbstanpassender Hörgerätetechnologie soll auch von Unterhaltungselektronikfirmen möglich sein.  Freiverkäufliche Hörgeräte könnten dadurch zu einer stärkeren Regulierung des DTC-Hörgerätemarktes führen. Allerdings haben dann Unternehmen wie Apple, die sich bereits mit Hörverstärkung beschäftigt haben, größere Chancen, preiswerte Hörgeräte zu entwickeln. 

 

Möglicherweise könnten Sie sich mit solchen Geräten aber auch dem Risiko aussetzen, dass Ihr Hörverlust nicht richtig behandelt wird. Deshalb übernehmen Hersteller von OTC-Geräten keine Haftung für die Nutzung.

 

Die Kosten der aktuellen Hörgerätetechnologie werden durch das freiverkäufliche Gerät vermutlich aber nicht sinken und es gibt keine Garantie, dass Ihre OTC-Hörgeräte korrekt programmiert werden. Vor allem sollen jedoch schlechte Hersteller vom Markt vertrieben werden.

 

Das sind wesentliche Kriterien, die den derzeitigen Hörgeräteherstellern den Verkauf Ihrer rezeptpflichtigen Geräte erschweren könnten.

 

Gibt es freiverkäufliche Hörgeräte in Deutschland?

In Deutschland ist es möglich, Hörgeräte ohne Rezept zu kaufen. Meistens sind das jedoch Gebrauchtgeräte, die mit Vorsicht genossen werden müssen. Das Rezept hat aber auch Vorteile. Wenn Sie eine Verordnung Ihres Arztes für ein Hörgerät mitbringen, kann der Audiologe das Hörgerät mit Ihrer Versicherung abrechnen lassen und Sie haben prinzipiell alle sechs Jahre Anspruch auf ein neues Gerät. Für einen Hörtest oder ein Probetragen der Geräte braucht es noch kein Rezept. Jeder Mensch in Deutschland hat die Möglichkeit, ein Hörgerät von der Versicherung zu bekommen, ohne Zuzahlung. 

 

Dennoch können in Deutschland gebrauchte Geräte gekauft werden. Sie haben allerdings Nachteile, so haben Sie keine Garantie, wenn etwas repariert werden muss. Die Hörgeräte sind nicht optimal an Ihr Gehör angepasst. Möglicherweise hören Sie dann nicht so gut, wie Sie es mit einem passenden Hörgerät könnten. 

 

Außerdem wissen Sie nicht, wie der letzte Benutzer in Bezug auf Hygiene mit dem Gerät umgegangen ist. Die Krankenkasse übernimmt zudem keine Kosten für gebrauchte Geräte. Der einzige Vorteil von gebrauchten Geräten ist der günstige Preis, da Sie oft nicht mehr zum Neupreis verkauft werden können. Sie sollten jedoch vergleichen, ob Ihnen ein neuwertiges Gerät zum Nulltarif nicht doch mehr Vorteile bringt. Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten, was die beste Lösung für Sie persönlich ist. 

 

Hörverstärker: eine Alternative zum herkömmlichen Hörgerät?

Derzeit werden Hörverstärker als Alternative zum herkömmlichen Hörgerät angeboten. Für Personen, die keine Krankenversicherung besitzen oder sich ein herkömmliches Gerät nicht leisten können, ein „billiges“ Hörgerät. Allerdings funktionieren die Geräte nicht wie ein normales Hörgerät. Verstärker werden oft schon ab 30 Euro verkauft. Hörverstärker werden online verkauft, sind aber keine Medizinprodukte. Im Gegensatz zu richtigen Hörgeräten sind sie nicht an die Beseitigung von Hörproblemen angepasst. Sie verstärken lediglich den wahrgenommenen Ton.  Die Geräte kommen auch häufig aus China, weshalb hier auch die Qualität der Hörverbesserung schwanken kann. 

 

Man könnte Hörverstärker mit Lesebrillen vergleichen, die ähnlich einer Lupe Texte vergrößern. Sie sind für eine allgemeine Nutzung gedacht und können deshalb nicht die gleiche Leistung wie ein individuelles Hörgerät erbringen. In manchen Fällen können sie bei leichtem Hörverlust auch helfen. Sobald sich der Hörverlust aber verschlimmert, wird der Verstärker nicht mehr ausreichen. Wenn Sie allerdings zu lange mit einer Behandlung warten, kann sich Ihr Gehör zusätzlich verschlechtern.

 

Außerdem verstärkt ein Hörverstärker auch Hintergrundgeräusche wie Wind oder Rauschen. Diese können das Hören dann noch mehr erschweren.  Insbesondere in großen Menschenmengen kann es dann schwierig sein, einem Gespräch richtig zu folgen. 

 

Ein Hörgerät wird an bestimmte Tonverluste angepasst und blendet Hintergrundgeräusche effektiv aus, damit Sie wieder besser hören können. Wenn bestimmte Frequenzen fehlen, kann nicht einfach ein Gerät verwendet werden, das allgemein arbeitet. Sie benötigen dann ein Gerät, das Ihr Gehirn dabei unterstützt, diese Töne wieder wahrzunehmen. 

 

Es bleibt also zu hoffen, dass die rezeptfreien Hörgeräte in naher Zukunft erlaubt werden. Allerdings ist der Erfolg der Geräte auch abhängig davon, ob diese dann wie ein Verstärker funktionieren oder nicht. Derzeit weiß man von ca. 80000 Personen, die aufgrund fehlender Krankenversicherung keinen Zugang zu einem Hörgerät in Deutschland haben. Für diese Personen könnten die OTC-Geräte vielleicht Erleichterung bringen.

 

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